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Programm zur Kommunalwahl am 11. Sept. 2016

Die nachfolgenden Punkte sind uns als Freie Demokraten für Varel besonders wichtig. Ihnen auch? Dann sollten Sie uns für unsere politische Arbeit Ihre Stimme geben.

 

Uns kommt es darauf an, Entscheidungen für die Stadt im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu treffen. Dies soll in einem fairen Ausgleich der fast immer bestehenden, verschiedenen Interessenlagen geschehen. Unsere Politik richtet sich am Machbaren aus. Dabei werden wir immer unseren liberalen, freiheitlichen Maßstab anlegen und Eigenverantwortung einfordern. Ein wichtiger Maßstab ist der „gesunde Menschenverstand“, wozu auch der Mut für ein offenes Wort gehört.

 

Die zentralen Werte unseres Menschenbildes sind persönliche Freiheit, Verantwortung und Vertrauen. Diese Werte haben sich in der Aufklärung herausgebildet und haben in unserer freiheitlichen Ordnung zu einer hohen Lebensqualität und zu Wohlstand geführt. Dies soll auch in Varel und in Friesland so bleiben.

 

Wir setzen auf die soziale Marktwirtschaft, die mit den Prinzipien von Leistung, Wettbewerb, Privateigentum und Eigenverantwortung einen ausreichenden Wohlstand und Beschäftigung schafft. Sie bildet auch die Grundlage dafür, dass Mittel für soziale Leistungen verfügbar sind.

 

Die Schwächsten fängt in der sozialen Marktwirtschaft unser Staat auf. Er soll ihnen aber auch Hilfe zur Selbsthilfe anbieten.

 

Für unsere Zivilgesellschaft wollen wir den freiheitlichen Rechtsstaat. Dieser soll sich auf seine Kernaufgaben beschränken. Durch seine strikte Bindung an Recht und Verfassung soll er uns zuverlässig dienen und uns schützen.

 

Wir vertrauen der Freiheit, der Vernunft und dem gebildeten, verantwortungsfreudigen Gewissen der Menschen. So können Menschen Verantwortung übernehmen, ohne von staatlicher Anleitung oder Bevormundung abhängig zu sein. Wir wollen Freiraum für die persönliche Lebensgestaltung schaffen. Im Zweifel steht dieser Freiraum vor der Gleichheit.

 

Wir setzen auf die Autonomie der Familie oder auf andere, freiwillige Gemeinschaften, in denen Menschen zuverlässig und nachhaltig Verantwortung füreinander übernehmen und Räume menschlicher Wärme schaffen.

 

Die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Durchsetzung der Frauenrechte sind und bleiben wichtige Ziele unserer politischen Arbeit. Sie sind entscheidende Faktoren für eine menschenrechtsbasierte, sozial gerechte und nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ ist dabei ein zentraler Punkt.

 

Wir trauen kleinen, mittleren und großen Unternehmen zu, in einer marktwirtschaftlichen Ordnung mit ihren Produkten und Dienstleistungen Lebensqualität für alle zu schaffen. Sie sollen sich ihrer sozialen Verantwortung und der regulierenden Kraft des Wettbewerbs stellen. Der Mittelstand ist dabei das Rückgrat unserer Wirtschaft. Dort werden die meisten Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt. Der Mittelstand zeichnet sich durch ein verantwortungsvolles, nachhaltiges Wirtschaften über Generationen hinweg aus.

 

Wir sind aktiv in Varel, im Kreis Friesland und weit darüber hinaus. Die Kommunen sind dabei in unseren Augen das Fundament unserer Gesellschaft. Städte und Gemeinden sind die Basis unseres Gemeinwesens. In ihnen findet unsere Demokratie ihre Grundlage. Hier entsteht kulturelle, wirtschaftliche und gesellschaftliche Dynamik.

 

Zur Förderung von Varel ist eine gemeinsame, übergreifend zu denkende und raumgreifend handelnde Entwicklung notwendig. Unsere Region „südliches Friesland" ist ein wichtiger Teil unseres Landkreises. Varel bildet dabei ein kraftvolles Zentrum, welches wir ohne ausufernde Bürokratie und ohne Machtspiele zum Nutzen unserer Bürgerinnen und Bürger mitentwickeln wollen. Freie Demokraten reden dabei Klartext.

 

Die Handlungsstrategien, Handlungsfelder und Ziele des regionalen "Entwicklungskonzepts südliches Friesland" werden durch uns in Planung und Umsetzung kontinuierlich eingefordert.

 

Bei Entscheidungen legen wir einen liberalen Maßstab an, denn Leistung muss und darf sich lohnen. Die von uns geforderte Eigenverantwortung geht dabei vor eine abwertende Bevormundung.

 

Für unsere Bürgerinnen und Bürger in Varel.

 

  • Wir wollen die Rahmenbedingungen für die eigene Entscheidungsfreiheit und die Übernahme von Verantwortung verbessern. Hilfe soll vorrangig als Hilfe zur Selbsthilfe gewährt werden. Eine letztlich entmündigende Fürsorge bei vorhandenem eigenem Leistungsvermögen lehnen wir ab.
  • Noch bestehende Barrieren für sportliche Betätigung, Einkauf, Gesundheit, Kultur und Gemeinschaftserlebnisse sind zu beseitigen. Die Menschen in Varel sollen selbstbestimmt, barrierefrei und in einer inklusiven Sozialraumgestaltung leben können. Dies fördert persönliche Freiheit.
  • Der Ausbau von bedarfsgerechten, flexiblen und verlässlichen Betreuungs- und Bildungsangeboten für Kinder aller Altersgruppen wird von uns unterstützt. Es sind auf Dauer ausreichend Kindergartenplätze bereitzustellen. Der Besuch von Kindergärten soll langfristig gesehen möglichst beitragsfrei gestellt werden.
  • Liberale Jugendpolitik fordert Rahmenbedingungen, welche das Verantwortungsbewusstsein Jugendlicher fördern und fordern kann. Unsere Jugendzentren sollen dafür weiter ausgebaut und genutzt werden.
  • Alle Bäder der Stadt sollen beibehalten und gefördert werden. Sie dienen der Freizeit, dem Fremdenverkehr und der Gesundheit.
  • Kunst und kulturelle Veranstaltungen dienen unseren Bürgerinnen, unseren Bürgern und unseren Gästen. Sie schaffen ein positives Image von Varel.

 

Haushalt.

 

  • Für das wichtige Thema der städtischen Haushaltspolitik gilt, dass sich die Ausgaben an den begrenzten Steuereinnahmen zu orientieren haben. Die junge Generation und ihre Zukunft darf nicht mit weiteren Schulden belastet werden.
  • Für die Stadtfinanzen muss gelten, was für jeden Bürger das normalste der Welt ist: Nicht mehr Geld ausgeben als man einnimmt.
  • Ausgeglichene Haushalte müssen zum Normalfall werden.
  • Vor dem Hintergrund von positiven Steuereinnahmen und niedrigen Zinsen ist Vorsorge für die Zukunft zu treffen.
  • Die Höhe der Grundsteuer und der Gewerbesteuer hat in Varel eine Schmerzgrenze erreicht. Deshalb werden wir einer weiteren Erhöhung in den nächsten Jahren nicht zustimmen.

 

Gesundheitsvorsorge in Varel.

 

  • Die medizinische Versorgung soll im Verbund von Grundversorgung, Geburtshilfe, Gefäßchirurgie, Fachärzten, Palliativmedizin, Geriatrie und Hospitz sichergestellt und ausgebaut werden. Altenheime, bezahlbare Seniorenresidenzen und Pflegeheime sind dabei die angemessene Ergänzung.
  • Der erfolgreiche Bestand des Vareler Sankt-Johannes-Krankenhauses ist sicherzustellen. Erweiterungsmaßnahmen sind durch ein entsprechendes Management zukunftssicher zu garantieren. Zum Wohle der Patienten erwarten wir unverändert eine an menschlicher Zuneigung orientierte Behandlung.
  • Die Hospizbewegung mit ihrem großen, ehrenamtlichen Engagement und dem Ziel einer stationären Einrichtung wird von uns unterstützt.
  • Unabhängig davon wollen wir sicherstellen, dass ein selbstbestimmtes Leben möglichst lange im gewohnten Umfeld ermöglicht werden kann. Dazu gehört auch die Nutzung moderner Technologie in Verbindung mit dem Ausbau leistungsfähiger Kommunikationsnetze.
  • Gesundheit als Zukunftsthema ist auch für Dangast von großer wirtschaftlicher Bedeutung.

 

Anspruchsvolle Ausbildung in Vareler Schulen.

 

  • Die bestehenden Schulformen In Varel sollen gehalten werden. Dies gilt insbesondere für unser Gymnasium, aber auch für unsere Förderschule. Dies betrifft sowohl Investitionen als auch die Versorgung mit ausreichendem Personal für eine uneingeschränkte Unterrichtsversorgung
  • Die Entscheidungsfreiheit der Eltern, ausgerichtet an den tatsächlichen Bedürfnissen ihrer Kinder, soll durch die Bereitstellung entsprechender Schulangebote sichergestellt bleiben.
  • Förderschulen müssen wohnortnah, also auch in Varel, bereitgestellt werden, um die ganz persönliche und individuelle Förderung jedes Schülers mit seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu ermöglichen. So können viele Schüler im späteren Leben ihre Zukunft eigenverantwortlich und in Freiheit planen und gestalten.
  • Die Eltern sollen entscheiden können zwischen Förderschule oder inklusiver Beschulung. Die Förderschule (Pestalozzischule) mit ihrem Angebot der individuellen Förderung muss am Standort Varel erhalten bleiben. Dies ermöglicht auch kurze Schulwege.
  • Der bauliche Zustand und die Ausstattung aller Schulen sind durch kontinuierliche Investitionen auf einem hohen Standard zu halten.
  • Das Angebot an Kitaplätzen und eine vielfältige Schullandschaft sind für junge Familien wichtige Gründe für die Wohnortwahl. Deshalb sind sie zu fördern.
  • Das Angebot von Bildung ist ein wichtiger Standortfaktor und zieht qualifizierte Arbeitskräfte und damit auch junge Familien nach Varel.

 

Kultur und Natur am Jadebusen.

 

  • Als Stadt zwischen Wald und Meer ist unsere artenreiche Natur in Verbindung mit dem Weltnaturerbe Wattenmeer zu erhalten und erlebbar zu machen. Dabei gilt Schutz durch „Kennen und Nutzung“.
  • Das "Weltnaturerbe Wattenmeer" ist zu schützen und für die Naherholung, für Kulturveranstaltungen und für den Fremdenverkehr zu nutzen.
  • Das kulturelle Erbe der Stadt soll vorrangig gepflegt werden. Die stadtbildprägenden und historischen Gebäude sind, wo immer möglich, zu erhalten und zu nutzen.
  • Kultureinrichtungen und kulturelle Veranstaltungen dienen unseren Bürgerinnen, unseren Bürgern und unseren Gästen. Sie stärken Varels Image als „Einkaufsstadt mit Erlebniswert“ und sind insbesondere vom Stadtmarketing mit Nachdruck zu fördern.
  • Kunst und Kultur sollen in Bildung und Erziehung ihren festen Platz haben.
  • Regionale Sprachen sind ein wichtiger Ausdruck unserer regionalen Besonderheiten und Traditionen. Sie sind essentieller Bestandteil unserer Kultur. Deshalb wollen wir sie erhalten, lehren und pflegen. „Hier wird plattdütsch gesproken und auch hochdeutsch verstanden.“

 

Energieversorgung durch Windkraft und Speichertechnologie sichern.

 

  • Wir wollen die Energiewende mit möglichst wenig neuen Windrädern und mit möglichst vielen innovativen Ideen zur Nutzung der Sonnenenergie und der Offshore-Technik gestalten. Wir streben vorrangig eine bahnbrechende Verbesserung der Stromspeichertechnik und den raschen Ausbau von Hochspannungsleitungen an.
  • Wir lehnen den Bau weiterer Windräder an Land ab, solange es keine ausreichenden Speicherkapazitäten und Transportmöglichkeiten für Strom gibt.
  • Den möglichen Ausverkauf von landwirtschaftlichen Nutzungsflächen an überregionale Unternehmensgruppen zur Energiegewinnung und infolgedessen eine Verteuerung landwirtschaftlicher Produkte werden wir nicht unterstützen.

 

Hoher Stellenwert von Landwirtschaft und Fischerei in unserer Region.

 

  • Die ernährungssichernde und landschaftspflegende Landwirtschaft soll mit ihrer großen Bedeutung respektiert, fair behandelt und in ihrer Leistungskraft durch unternehmerische Handlungsfreiheit gefördert werden.
  • Gleichzeitig ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz zu erhalten. Wir unterstützen eine wettbewerbsfähige, effiziente und moderne Landwirtschaft, die sich möglichst an den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft und der Nachhaltigkeit orientiert. Ein fairer Handel mit fairen Preisen ist uns wichtig.
  • Für uns Liberale ist ein engagierter Tierschutz von hoher ethischer Bedeutung.
  • Die Fischerei an unserer Küste soll mehr als bisher verantwortungsvoll gestützt werden.

 

Wirtschaftsförderung, Arbeitsplätze in Handel, Gewerbe und Industrie.

 

  • Eine vorrangige Aufgabe von Verwaltung und Politik besteht in der Sicherung von guten Rahmenbedingungen für Unternehmen. Die Verwaltung ist dabei ein Dienstleister für die produzierenden Unternehmen, den Handel, das Handwerk und die freien Berufe.
  • Die Ansiedlung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen soll unter Beachtung umweltrelevanter und sozialer Rahmenbedingungen intensiv eingeworben und unterstützt werden. Sie trägt zu guten Steuereinnahmen der Stadt bei und hilft, eine sonst ausufernde Verschuldung stärker zu begrenzen. Bürokratische Hürden sind abzubauen.
  • Der Hochtechnologie-Standort Varel muss erhalten und gefördert werden.

 

  • Die liberale Position beinhaltet grundsätzlich eine eigenverantwortliche, soziale, marktwirtschaftliche und gewinnorientierte Wirtschaftsförderung.

 

  • Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsförderung sollte beim Abbau von Barrieren und bei der Hilfestellung für Existenzgründer liegen. Sie schafft die Arbeitsplätze von morgen.

 

  • Als unverzichtbare Grundversorgung ist heute der schnelle Zugang zum Internet anzusehen. Der Breitbandausbau (Glasfaser bis ans Haus) hat deshalb hohe Priorität.

 

  • Die Bereitstellung von Gewerbeflächen mit der notwendigen Infrastruktur und einer guten Verkehrsanbindung sind zu gewährleisten.

 

  • Die Auswirkungen des Jade-Weser-Ports auf unsere Region werden wir genau beobachten. Dazu gehören auch die Verringerung negativer Auswirkungen des Schwerlastverkehrs, die Unterstützung des Baus der A20, ein ausreichender Lärmschutz entlang der Bahnstrecke und die Reduzierung der Belastungen der B 437.

 

  • Für uns ist ein eigenes Einkommen aus eigener Arbeit ein unverzichtbarer Bestandteil eines Lebens in Würde und Selbstbestimmung. Eine Bezuschussung und Abhängigkeit von staatlichen Leistungen muss die Ausnahme bleiben.

 

  • Der Kurbetrieb in Dangast ist ein wichtiger Arbeitgeber für Varel und unterstützt den Fremdenverkehr. Beide Bereiche sollen im Ausgleich mit den Interessen der gesamten Vareler Bevölkerung angemessen ausgebaut und weiterentwickelt werden.

 

Gemütliches Bummeln in einer attraktiven Innenstadt von Varel.

 

  • Die Rahmenbedingungen für die Entwicklung unserer „Stadt mit Einkaufserlebnis“ sollen gestärkt und Varel damit als Einkaufsstadt noch attraktiver gemacht werden. Diese Herausforderung sollte im Rahmen der Innenstadtentwicklung stärker als bisher angenommen und gemeistert werden. Eine direkte Kommunikation mit den Kunden und eine Unterstützung des Handels mit technischen Hilfen sollen sich ergänzen können.

 

  • Die Politik im Rathaus muss Wettbewerbsnachteile wie z.B. die Erhebung von Parkgebühren beseitigen. Wir sehen dabei eine große Verantwortung beim Bürgermeister. Deshalb muss die Entwicklung der Innenstadt erkennbar "Chefsache" werden und bleiben.

 

  • Die Bereitstellung von schnellen Internetzugängen durch Glasfaser bis zum Haus ist eine wichtige Investition in die Infrastruktur. Dies dient auch dem raschen Umbau unserer Angebotsvielfalt im Mix von Beratung, Information, persönlichem Einkauf und Anlieferung unter modernsten Rahmenbedingungen. Dies gilt ganz besonders auch für die Anbieter in unserer Fußgängerzone.

 

  • Gastronomie, Verkaufsläden, Kultur, Verkehrsführung, Mobilität und norddeutsche Gastlichkeit sollen sich noch besser und harmonischer als bisher ergänzen.

 

  • Die weitere Entwicklung von Varel als „Fairtrade-Stadt“ und die dafür notwendige Projektarbeit wird ausdrücklich unterstützt. Immer mehr umwelt- und arbeitsfreundlich hergestellte Produkte sollen angeboten werden. Sie sollen mit einer gerechten Verteilung der Erlöse verbunden werden. Dies halten wir auch entwicklungspolitisch gesehen für zwingend notwendig.

 

Mobilität.

 

  • Mobilität steht für Freiheit und Lebensqualität. Deshalb wollen wir diese Mobilität in allen Bereichen in Varel sicherstellen.
  • Dazu gehört auch, dass Fahrräder einschließlich der modernen E-Bikes in die Mobilitätskette integriert werden. Klare Kennzeichnung, Markierung der Wege, Fahrradparkplätze und Ladestationen sind wichtig, damit sich Varel zur „Fahrradstadt mit besten Radwegen“ entwickeln kann. Dies soll auch den Fahrradtourismus in unserer Region anregen. Der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer kommt dabei große Bedeutung zu.
  • Das Parken in der Nähe der Innenstadt mit seinen Einkaufsmöglichkeiten soll erleichtert werden. Dies bedeutet auch den Wegfall der Parkgebührenordnung und eine bessere Steuerung des Verkehrsflusses in und um Varel.
  • Parkrechte entlang von Straßen dürfen nicht zur Gefährdung eines sicheren Straßenverkehrs einschließlich des ortsnahen Fahrradverkehrs führen. Der Schwerlastverkehr muss entsprechend geleitet werden.
  • Der Reparatur von Straßen und dem Bau von Rad- und Fußgängerwegen wird Priorität eingeräumt. Dabei sind wir strikt gegen Straßenausbaubeiträge. Hier sind wir der Meinung, dass die Sanierung von Straßen aus dem allgemeinen Steueraufkommen zu finanzieren ist.
  • Wir sprechen uns für den Bau der Küstenautobahn A 20 aus, was zu einer gewissen Entlastung führen kann. Nur in Verbindung mit einer Verkehrsumgehung oder einer Untertunnelung / Tieferlegung der B437 wird sich die Verkehrssituation in Varel beruhigen, was wiederum den Fremdenverkehr fördern und Varel als verkehrsgünstig gelegenen Industriestandort stärken kann. Das sichert und mehrt den Wohlstand in unserer Stadt.
  • Der Bahnhof Varel soll weiter modernisiert, völlig barrierefrei gestaltet und noch stärker in die Mobilitätskette eingebunden werden. Davon versprechen wir uns auch eine Stärkung der eisenbahngebundenen, auswärtigen Nutzung einer „Erlebnisorientierten Einkaufsstadt Varel“ mit Strahlung in Richtung Jever, Wilhelmshaven und Rastede. Dies stärkt Varel als Mittelzentrum und als Touristenmagnet.
  • Die Verkehrsführung in Dangast sollte für Tagesgäste so gestaltet werden, dass kurze Fußwege von günstig gelegenen Parkmöglichkeiten abseits des Kurzentrums hin zum Jadebusen geschaffen werden. Diese Wege sind informativ und künstlerisch zu gestalten. Themenschwerpunkte sollen den bisherigen künstlerischen Status von Dangast weiter fördern und dessen Werbung als Ort für Kultur, Kur und Bäderbetrieb unterstützen. Ein saisonaler „Hop-on, hop-off Shuttlebus“ ist einzurichten.
  • Mitfahrparkplätze an den Autobahnauffahrten schonen die Umwelt und helfen den Pendlern, Geld zu sparen. Sie sollten an den Autobahnauffahrten Varel / Obenstrohe und Varel / Bockhorn mit Hilfe von Bundesmitteln eingerichtet werden.

 

Zur Geschichte Varels gehören die Häfen und das Meer.

 

  • Der Bereich „Vareler Hafen“ soll in einem ausgewogenen Verhältnis für Industrie, Wohnen, Fremdenverkehr, Naherholung, Landwirtschaft und Schifffahrt zur Verfügung stehen. Dazu sind auch neue Parkmöglichkeiten zu schaffen. Dem Deichschutz und der Entwässerung wird höchste Priorität eingeräumt. Die überfällige Sanierung des Vareler Hafens mit bürgerorientierten, wirtschaftlichen und touristischen Interessen ist uns wichtig.
  • Der Hafen in Dangast ist unter Beachtung örtlicher und touristischer Interessen weiter zu entwickeln.
  • Als „Stadt am Meer“ schauen wir in Varel über die Küste hinweg in die Nordsee hinein. Das „blaue Wachstum“ ist für uns deshalb auch auf der kommunalen Ebene ein Zukunftsthema.

 

Nicht alles kann der Staat leisten. Deshalb respektieren und fördern wir das Ehrenamt.

 

  • Ehrenamtliche leisten auch in Varel eine wertvolle und unverzichtbare Arbeit für die Gesellschaft.
  • Das bürgerschaftliche und ehrenamtliche Engagement in Varel mit seinen herausragenden Leistungen soll auch weiterhin unsere wertschätzende Unterstützung finden. Unsere Stadt lebt und gedeiht in wichtigen Bereichen durch dieses Engagement.
  • Der Dienst im Brand- und Katastrophenschutz, in Rettungsdiensten, Pflegebereichen, Hilfsorganisationen und Technischem Hilfswerk (THW) ist ohne eine Vielzahl ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer nicht denkbar. Auch das begründet die Förderung dieses Engagements.
  • Den demographischen Wandel sehen wir als Chance an. Mit ihm können viele Herausforderungen unserer Zeit besser gemeistert werden. Denn es gibt immer mehr Menschen, die trotz fortgeschrittenen Alters noch leistungsfähig sind und aktiv sein wollen. Ihre Erfahrungen und Kompetenzen bereichern unser Leben und unsere Stadt.
  • Projekte zur Stärkung einer lebendigen Anerkennungskultur werden von uns gerne unterstützt.
  • Die Entwicklung der Einwohnerzahl und die Zusammensetzung in ihrer Altersstruktur werden sich in den nächsten Jahren in Varel verändern. Die damit verbundenen Auswirkungen betreffen alle Lebensbereiche (Bildung, Familienpolitik, Wohnen, Integration, Gesundheit, Wirtschaft). Wir wollen uns intensiv mit diesem Thema beschäftigen.

 

Umwelt.

 

  • Eine verantwortungsbewusste Umweltpolitik muss auch die Lasten alter Deponien und ihre Auswirkungen auf die dort lebenden Menschen im Blick haben. Alle Deponien sind auf Schadstoffe hin zu prüfen und ggf. zu sanieren. Egal, was es kostet.
  • Die Gesundheit der Menschen und der Schutz unserer Lebensgrundlagen haben immer Vorrang.
  • Der Klimaschutz muss auch die Auswirkungen des Klimawandels in seiner

 

Persönliche Sicherheit, Schutz und Zuwanderung.

 

  • Die drei Feuerwehren in Varel benötigen für ihre wichtige Auftragserfüllung eine sehr gute Ausrüstung. Dadurch können Gefahren für die Einsatzkräfte möglichst niedrig gehalten werden. Wir sehen dies als eine vorrangige, städtische Aufgabe an.
  • Unsere Polizei in Varel wehrt für uns Gefahren ab und leistet im Notfall jederzeit Hilfe. Dafür hat sie Anerkennung und Respekt verdient.
  • Wir alle profitieren von der technisch-humanitären Hilfe des THW, wenn eine Notsituation entsteht. Dieses Engagement findet unsere volle Unterstützung.
  • Die Rettungsdienste in Varel stellen rund um die Uhr sicher, dass wir in allen Gefahrensituationen eine rasche Hilfe erhalten können. Wir sind ihnen zu großem Dank verpflichtet.
  • Die äußere und innere Sicherheit unseres Landes, eine kontrollierte Einwanderung und eine menschlich großherzige Gewährung von Schutz und Hilfe sind uns ein besonderes Anliegen.
  • Wir wollen keine unkontrollierte Zuwanderung, sondern ein Einwanderungsgesetz mit klaren Kriterien, einen vorübergehenden Schutz für Kriegsflüchtlinge und eine europäische Anpassung des Asylrechts. Dies alles verbunden mit einer völlig neu konzipierten, arbeitsplatzschaffenden Entwicklungshilfe vor Ort.
  • Unsere Streitkräfte sind nach Parlamentsbeschluss oft im Verbund mit Hilfsorganisationen weltweit im Einsatz. Soldatinnen und Soldaten wohnen auch in unserer Stadt. Wir erklären uns mit ihnen und mit ihrem grundgesetzlich gewollten Dienst solidarisch. Als Zeichen dieser anerkennenden Solidarität tragen wir das Symbol der Gelben Schleife.
  • Die Teilnahme an Gedenkfeiern des Volkstrauertages ist für uns eine generationsübergreifende, selbstverständliche Pflicht. Hier gedenken wir auch den Toten der Bundeswehr und all denen, die im Dienst für unser Land ihr Leben gegeben haben.